Nachruf für Pater Lorenz


Nachruf für Pater Lorenz

von Bernadette Frick

Am 3.11.07 haben wir uns in feierlichem, würdigem Rahmen, für immer von P. Lorenz, der fast 30 Jahre unser Pfarrer war, verabschiedet. Anknüpfend an die Worte vom guten Hirten in der Todesanzeige, könnte man sagen:“ Wir in Möggers, waren seine Schafe und er war uns ein besonderer Hirte.“ Er kannte jeden einzelnen von uns, weil er begnadet war auf jeden Menschen zuzugehen und ins Gespräch zu kommen. Ob vor der Messe, wo er auf der Treppe stand und auf uns Kirchenbesucher wartete, oder im Bus bei seinen regelmäßigen Fahrten nach Bregenz, oder während seiner wöchentlichen Zugfahrten nach Innsbruck. Er erzählte uns oft von den interessanten Menschen, die er kennen lernte, die dann aber schon erstaunt waren, als er sich als Priester ausgab.
Der Schlüssel an die Menschen heranzukommen war seine Offenheit und seine Geselligkeit. Es waren ihm in seiner Pfarre alle wichtig. Die örtlichen Vereine, genauso wie der Kirchenchor, die Jungschar, Davidchor, Pfarrkirchenrat, Pfarrgemeinderat, einfach alle. Ein herzliches Dankeschön allen die ihn unterstützten das Pfarrleben lebendig zu gestalten.
Pater Lorenz pflegte immer ein gutes Verhältnis zu seinen engsten Mitarbeitern, so auch zur Familie Boch, die über viele Jahre das Mesneramt bekleidete. Auch noch nach dem Tod von Fidel, führte Gertrud mit ihrem Sohn Walter diesen Dienst selbstverständlich weiter. Ein herzliches Vergelts Gott an euch.
Er freute sich über jedes Kind das getauft wurde, taufte auch viele Kinder von auswärts, und über jedes Paar, das sich bei ihm trauen ließ, wo er dann auch als Gast gerne mitfeierte. Es war ihm eine große Freude, als Inge und Peter in den Pfarrhof einzogen, die ihn all die Jahre liebevoll betreuten, ein großer Dank an euch. Er empfand es als besonderes Geschenk, als die beiden ihr erstes Kind bekamen, da erzählte er freudestrahlend, dass er Opa geworden sei.
Pater Lorenz hielt noch neben seiner Aufgabe als Militärseelsorger bis 1997 Religionsunterricht an unserer Volksschule.
Nach dem Tod seiner Köchin Ida, im Jahre 1993, wurde auch weiterhin für sein leibliches Wohl gesorgt. Er war bei Frau Anna Steurer zum Mittagessen eingeladen. Auch dafür dir liebe Anna mit Familie ein herzliches Vergelts Gott.
P. Lorenz setzte auch noch im Ruhestand seine seelsorglichen Tätigkeiten fort. Seine Kranken besuchte er bis ins hohe Alter meist zu Fuß um ihnen die Hl. Kommunion zu bringen..
Er feierte die Werktagsgottesdienste, die Vorabendmessen, die Sonntagsgottesdienste in der Kinderklinik und im Altersheim in Scheidegg, und in der Ulrichskapelle.
Zur Ulrichskapelle hatte er ein besonderes Verhältnis. Er pilgerte täglich, zuletzt noch mit letzter Kraft, rosenkranzbetend zu seinem Kirchle, um Menschen, Pilger, und Wanderer zu treffen.
Da kam er auch wieder mit vielen ins Gespräch die sich am Brunnen die Augen auswuschen, Wasser tranken, und auch ihre Flaschen auffüllten um das heilsame Wasser mit nach Hause zu nehmen.
Deshalb bekam auch die Ulrichskapelle ihren Platz auf seinem Sterbebildchen.
Pater Lorenz war der dörfliche Friede sehr wichtig. Wohlwollend flocht er diese Wichtigkeit auch immer wieder in eine Predigt. Für seine Predigten aus dem Stehgreif war er bekannt. Er hatte keine Notizen. Er wusste was er uns zu sagen hatte. „ Er kannte seine Pappenheimer“ wie er so oft betonte.
Ein schöner Ausgleich war für ihn auch die Jasserrunde, die er wöchentlich pflegte. Ein Dank an euch, seine Jasser für die schönen Stunden die ihr ihm geschenkt habt.
Es war für uns im letzten Jahr noch ein sehr schönes Erlebnis, P. Lorenz anlässlich seines 50 jähr. Priesterjubiläums, in seine Heimat Ludescherberg zu begleiten und ihn auf der Bank vor seinem Elternhaus sitzen zu sehen.

Wir bedanken uns bei P. Lorenz für seine Mission in Möggers, für all seine Liebe, Fürsorge und Treue, die er uns zukommen ließ.

Der Herr schenke ihm den ewigen Frieden.

An dieser Stelle leiten wir auch die vielen Danksagungen an euch, die es ermöglichten diese würdige Trauerfeier für P. Lorenz zu begehen, weiter.